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Schmerzen der Fussheber im Bereich Sprunggelenk

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Geschrieben

Hallo zusammen

Ich hoffe jemand kann mir dazu helfen. Ich bin vor ein paar Monaten wohl etwas zu schnell/heftig in den Kniesitz gegangen, ab dem nächsten Tag spürte ich im Bereich Sprunggelenk vorne ein leichtes ziehen. Solange ich es nicht belastet habe, hielt es sich in Grenzen, sobald ich aber wieder die Fussmuskulatur brauchte oder den Fuss stark streckte, schmerzte es wieder. 

Nun habe ich das Problem, dass ich zum einen am gleichen Fuss eine Entzündung der Achillessehne habe, die wir mit Stosswelle und Heavy Slow Resistance / Exzentrischen Übungen (Wadenheben) behandeln. Leider schmerzt dabei auch wieder vorne der Bereich der Sehnen über dem Sprunggelenk (siehe Bild). Ausserdem habe ich stark verkürzte Hüftbeuger und Beinstrecker, wobei vorallem das Dehnen des Rectus Femoris schier unmöglich scheint, ohne den Fuss zu strecken oder irgendwie am Fuss oder im Bereich sprunggelenk zu ziehen, was sich dann später auch wieder vorne bemerkbar macht. Teilweise schmerzt es auch, wenn ich einfach nur normal sitze, den Fuss am Boden habe, die Unterschenkel 90° dazu. Dann zieht es vom Fussrücken (Bereich lange Fussextensoren) über das Sprunggelenk bis in den Unterschenkel, alles entlang dieser Sehnen.

Nun habe ich das Problem vorne am Fuss, aber auch die Achillessehne, die Probleme macht und die verkürzte Muskulatur. Und die jeweiligen Therapien "behindern/stören/beeinflussen" sich gegenseitig. Bei uns in der Schweiz ist leider alles zu, ich kann nicht zu meinem Physio, auch nicht zu meinem Orthopäden und ich weiss leider überhaupt nicht, was ich machen soll. Ich bin da um jede Hilfe dankbar!

Bildschirmfoto 2020-04-10 um 08.22.14.png

Geschrieben

Grüezi ETHST,
ich habe im meiner therapeutischen Laufbahn die Erfahrung gemacht, dass nicht immer nur die Sehnen und Muskeln direkt für Probleme Verantwortlich zu machen sind. Z.B. hatten 70% meiner Fersensporn-Patienten die Ursache in der unteren Wirbelsäule/ISG der Rest hatte ein verschobenes Fersenbein.
Ich will damit sagen, dass wenn ein Gelenk/Gelenkkette nicht mehr richtig seine funktionelle Arbeit verrichten kann, dass dann auch die Sehnen, Bänder und Muskeln überlastet werden! Diese werden auch immer als erstes, oder nur diese behandelt.
Das ist vergleichbar mit einer Lampe, die einen defekten Lichtschalter hat. Da wird auch immer nur das Lämpchen ausgewechselt🙄 bis man merkt das führt zu nix. Mein Tipp wäre, suche dir jemand, der nicht nur Dehnungs-/Kräftigungsübungen mit dir macht, sondern etwas fundierter an die Sache ran geht! Selber kannst du leider nicht viel machen, du kannst höchstens in der Zeit, bis du wieder zur Therapie kannst, mit Salbenverbände versuchen die Sehnenreizungen etwas zu lindern. Mach dir einen Verband mit einer Diclo- oder Ibusalbe. Spare nicht mit dem Auftragen und nicht einreiben nur die Salbe dick Auftragen, leicht am Schmerzpunkt verteilen und eine Binde rum legen! Am besten nachts, da ruht der Fuß und wird nicht belastet. Mach das für ca. 8 Tage. Tagsüber kannst du dir eine Bandage oder Orthese anlegen, um das Sprunggelenk zu stabilisieren. Es sollte ein paar Wochen nicht überbelastet bzw. ruhig gehalten werden, damit die Sehnen Zeit haben sich wieder zu beruhigen.

Viel Erfolg!!

  • 3 weeks later...
Geschrieben

Hallo Gianni!

Vielen Dank für deine Antwort, ich werde mich sobald wie möglich mal auf die Suche machen.

Eine Frage noch zur Achillessehne: Es ist die Insertionsstelle betroffen. Wenn ich das richtig verstehe, sollten exzentrische Übungen (Calf raises) so gemacht werden, dass der Fuss nicht in Dorsalextension gerät, also der Fuss über 90° zum Unterschenkel hat. Dabei habe ich keine Schmerzen in der Ferse, aber sollten diese Übungen nicht ingewissem Masse schmerzhaft sein? Auch wenn ich die Übungen z.b. mit einem Buch (ca. 5cm) unter den Zehen mache, keine Schmerzen, zumindest solange mein Unterschenkel senkrecht zum Boden ist. Sobald ich aber mit dem Knie nach vorne gehe, ungefähr bis über die Zehen und dann die Übung mache, schmerzt es. Mit dem Bein gerade, Knie gestreckt nicht, auch nicht wenn ich noch Gewicht dazu nehme. Da mag der Muskel vorher nicht mehr, bevor es schmerzt.

Soll ich die Übung nun doch im schmerzhaften Bereich machen (mit dem Knie nach vorne gehen) oder nicht? Und in die negative gehen (Erhöhung unter der Ferse), so dass die Übung leicht schmerzhaft ist?

Vielen Dank für die Hilfe!

Geschrieben

Grüßdich ESTH,
ich würde diese Dehnungen sein lassen, bis sich alles beruhigt hat. Ich kann mir vorstellen, dass du dadurch die Sehen noch mehr reizt. Diese exentrische (Dehnungs)übungen, die du machst sind eher bei einer Achillodynie sinvoll. Solltest du aber tatsächlich einen dorsalen Fersensporn haben, ist das eher kontraproduktiv! Wie gesagt lass dir erst mal dein Gelenksystem in Ordnung birngen (die Basis) dann reguliert sich der Rest (oft) von alleine.

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Gast
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    • Gast Hallo
      Ich brauche jetzt deine Hilfe,ich habe nächste Woche Einstiegtest,un ich möchte gerne wissen was kommt?!Vielen Dank 
    • Guten Morgen! Oft muss man beides Training mit Augen auf und Augen zu. Da man ja zunehmend mehr das eigentlich GLeichgewichtsorgan das im Innenohr liegt trainineren möchte sollte das Visuelle System bei Übungen  ausgeschaltet werden, deshalb Übungen machen mit geschlossenen Augen machen damit das Gehirn nicht in der Lage das ganze über die Augen auszugleichen. Es geht aber nicht darum das visuelle System zu beruhigen es geht eher wie oben schon erwähnt um das ausschalten damit man nur noch das Gleichgewichtsorgan traininert. im Gegenteil die Systeme sollten schon gereizt werden damit eine Anpassung im Gehirn passiert. Das ist ähnlich wie beim Muskelaufbau. Wenn ein Gewicht schwer geht macht man auch nicht weniger Gewicht sondern trainiert trotzdem um Muskelwachstum zu erreichen. Außer das Gewicht ist so wahnsinnig schwer daß man z.b. keine 10-15 widerholungen mher schafft. Auch hier kann es erstmal zu mehr probleme kommen z.b. Muskelkater auf Reaktion auf das Training. Wenn der Schwindel bei Übungen provoziert ist ist es erstmal normal. Sollte der Schwindel aber zu krass sein würde Ich die Übung etwas erleichtern z.bindem man die Füße breiter stellt oder statt tandem den Romberg macht oder statt instabilierUnterlage erstmal auf normalenBoden.  Das GG-system soll aufjedenfall gereizt sein. Wie ein Muskel den man mit einem hohen Gewicht reizen muss damit er sich aufbaut, ist es zu leicht baut man keinen Muskel auf. Ist der Reiz quasi zu einfach passiert dann vom Gleichgewichtssystem auch nichts. D.h. man muss merken ob eine Übung herausforderdn ist. Sollte aber nicht so schwer sein daß diese nicht mehr durchführbar ist oder den Schwindel stark provoziert
    • Lieber @bbgphysio,   deine Antwort ist so ziemlich genau das, was ich schon "geahnt" habe :). Vielen Dank erstmal dafür.   Könntest du kurz auf die Optokinetik eingehen? Hier wären meine Augen ja auf und würde den Visuellen Bereich doch weiter fördern, den ich ja eigentlich weiter "beruhigen" möchte oder?   Oder geht es hier eher um die Gewöhnung an schnell vorbei ziehenden Dingen? Weil so fühlt es sich an, wenn ich diese Streifen durch mein Blickfeld ziehen lasse :).   Dann noch zu den Visus-Freien Übungen: Immer wenn ich diese Übungen mache, habe ich plötzlich ein paar Minuten oder ca. eine Stunde später wieder mehr Schwindel,... ich hoffe das ist genau das Zeichen, das bedeutet, mein Gehirn verarbeitet diese Übungen und ich bin auf dem richtigen weg?!    Denn ehrlich gesagt, eigentlich würde ich im ersten Moment denken, durch die Übungen wird mir erstmal mehr schwindelig, das lasse ich lieber sein :D...    Viele Grüße

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