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Dehnen und Stretchen


pyninjock

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Geschrieben

Hallo!

Ich mache Capoeira, wie bei jedem Kampfsport spielt dabei Beweglichkeit eine große Rolle.

Ich habe das Internet durchstöbert, trotzdem habe ich noch keine befriedigende Antwort gefunden, was beim Dehnen wirklich passiert. Was genau verändert sich im Muskel oder wird doch nur das Gehirt gegen den Zusammenzieh-Reflex abgehörtet?

Dass Dehnen vor und nach dem Training nicht sehr sinnvoll ist habe ich sehr oft gelesen, trotzdem habe ich für mich persönlich das Gefühl, dass ich besser auf akrobatische Übungen vorbereitet bin, wenn ich Nacken, Schultern und Handgelenke gedehnt habe.

Beim Krafttraining ist es ja so, dass man immer wieder Ruhephasen von 48 Stunden zwischen zwei Trainings machen soll, ist es bei Übungen um die Gelenkigkeit zu steigern das gleiche? Wie oft in der Woche sollte man sich dehnen und welche Methode ist die beste, wenn man die Gelenkigkeit erhöhen möchte (beispielsweise um ins Spagat zu kommen oder eine schönere Brücke zu bekommen).

Für Antworten oder Links, die mehr zu diesem Thema wissen wäre ich sehr dankbar!

Viele Grüße,

Pyninjock

  • 2 years later...

Geschrieben

Ich meine mich zu erinnern, dass nach dem Training konstant und vor dem Training intermittierend gedehnt werden soll, leider habe ich keine Links dazu, aber vielleicht erklärt es sich von selbst...

Beim konstanten Dehnen fährst du den Muskeltonus herunter, weil du dem Körper sagst, er soll die Muskelspannung aufgeben und sich in die Länge ziehen lassen. D.h. du nimmst dem Muskel seine Schutzspannung, die er bei körperlicher Belastung ja eigentlich braucht, um anpassungsfähig zu bleiben und schnell reagieren zu können.
Beim intermittierenden Dehnen, d.h. du gehst schnell in die Dehnung und wieder raus, fährst du im Gegensatz dazu den Tonus rauf, weil du einen kurzen Dehnreiz setzt, worauf die Muskulatur mit Erhöhung des Grundtonus reagiert, weil sie gegensteuern will.

Fazit: VOR dem Training intermittierend dehnen, NACH dem Training konstant dehnen. Wenn überhaupt.
Vielleicht hat das mit dem Dehnen auch einfach einen psychologischen Effekt, weil man es mental irgendwie zum "Warmmachen"/Vorbereiten zählt. Ich hab bisher von keiner Sportverletzung gehört, die passiert ist, weil sich derjenige vorher gedehnt hat... Hat da jemand andere Erfahrungen?

  • 4 weeks later...
Geschrieben

Hier lies mal, vielleicht ist das Interessant:
http://www.dbsv.org/infothek/sport/fussball/weiteres/lehrbuch-blindenfussball/auf-und-abwaermung/dehnung/wann-ist-eine-dehnung-sinnvoll-und-wann-nicht/


oder Hier:
http://www.fitforfun.de/sport/fitness-studio/stretching-dehnen-lieber-nicht-vor-dem-sport_aid_9524.html

  • 7 months later...
Geschrieben

Also die Erklärung von ricecakefikation find ich recht gut. Und ich kenne es auch so dass nach der Erwärmung gedehnt wird, und nach dem Hauptteil auch unbedingt noch mal.

  • 9 months later...
Geschrieben

Beim Dehnen wird vor allem das fasziale Bindegewebe gedehnt und Crosslinks die noch nicht fixiert sind gelöst.

  • 5 months later...
Geschrieben

Habe auch vieles gelesen. Vieles war Pro Dehnen aber auch einige Berichte Contra Dehnen. Ich betreue Junge Fussballer im alter von 16 Jahren. Ich habe entschieden dynamisch sich aufzuwärmen. Die Muskeln sollen auf den Wetkampf vorbereitet werden. Nach dem Spiel werden die Muskeln dann statisch gedehnt.
Steven

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast Matze
      Kleine Korrektur: mit Fuß nach außen rotiert, meine ich Fußpitzen nach innen und Ferse nach außen rotiert.
    • bbgphysio
      Die Gefahr bei der Mobilisation der Kniescheibe ist daß die Nähte auf der Innenseiten und außenseiten wieder aufreißen. Absolut kontraindiziert ist aufjedenfall eine Mobilisation nach außen und innen. Sanftes Mobilisieren nach oben könnte möglich sein. Als Therapeut bin Ich da aber lieber etwas vorsichtig und würde 4-6 Wochen abwarten bis die Heilung fortgeschritten ist, da die Kniescheibe ja verbindung mit dem inneren und außen Band und Kapselapparat  hat. Eine Schwellung kann immer ein Hinweis sein daß etwas zu viel war. Also aus meiner Sicht wirklich vorsichtig in deinem Fall. Patellamobi sind eine wunderbare Technike aus der Manuellen Therapie für die Verbesserung der Kniegelenksbeugung, aber hier ist ja ein direkter eingriff gemacht. Am besten nochmal genau nachschauen was auf den OP bericht, Nachbehandlungsschema steht. Bei Unsicherheit lieber den Arzt anrufen. 
    • bbgphysio
      Guten Morgen, also nachdem beim Facharzt nicht auffälliges festgestellt wurde tippe Ich auf den N.genitfemorale und n.ilioinguinale. Typisch dafür sind Hodenschmerzen und Leistenschmerzen, da dieser hier entlangläuft. Der schmerzehafte punkt in der Leiste neben den Hoden ist eine Nervenaustrittsstelle. Das Problem lässt sich aber physio-osteopathisch behandeln. Wichtig ist ein Therapeut, eine Therapeutin der eine Ausbildung zur Manuellen Therapie hat und sich zusätzlich auch mit den Nerven auskennt. Die Nervenengstelle in der Leistengegend muss gelöst werden. Oder du gehst zu einem Osteopathen der sich aufjedenfall damit auskennt. Hast du auch brennen in den Hoden in der Leiste? Brennende Schmerzen im Gesäß scheinen auch von einem NErv zu kommen der vom sog. periformismuskel irritiert wird.    Gruß THomas    

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